Psychotherapie

In unserer Praxis bieten wir Einzelpsychotherapie für Erwachsene an.

Psychotherapie kann sich unterschiedlich gestalten und richtet sich nach den individuellen Anliegen und Zielen. Je nach persönlicher Situation können unterschiedliche Verfahren besonders sinnvoll sein.

In Deutschland sind vier Verfahren von den gesetzlichen Krankenversicherungen anerkannt: Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Tiefenpsychologisch fundierte Therapie und Analytische Psychotherapie.

Unsere Therapeut:innen arbeiten mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Systemische Therapie. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über beide Verfahren.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie (häufig auch kognitive Verhaltenstherapie, kurz KVT) ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, das den Blick vor allem auf aktuelle Belastungen richtet und darauf, wie Gedanken, Gefühle und Verhalten zusammenwirken.

Gemeinsam entwickeln wir neue Denk- und Verhaltensweisen und unterstützen Sie dabei, hilfreiche Veränderungen im Alltag umzusetzen.

Die Grundidee ist, dass psychische Belastungen häufig mit erlernten Denk- und Verhaltensmustern zusammenhängen. Was im Laufe des Lebens gelernt wurde, kann in der Therapie Schritt für Schritt verändert werden.

In der Verhaltenstherapie geht es vor allem um die Gegenwart und den Alltag. Gemeinsam schauen wir zum Beispiel auf Fragen wie:

  • Was belastet Sie aktuell?
  • Wie reagieren Sie in schwierigen Situationen?
  • Welche Gedanken treten dabei auf?
  • Was könnte helfen, anders damit umzugehen?

Auf dieser Grundlage werden neue Denkweisen, Strategien und Verhaltensweisen entwickelt und erprobt. Die Therapie ist dabei meist praktisch, strukturiert und lösungsorientiert. Sie gestalten den therapeutischen Prozess aktiv mit und probieren neue Strategien zwischen den Sitzungen im Alltag aus.

In der Regel findet eine Verhaltenstherapie einmal pro Woche statt und dauert 50 Minuten pro Sitzung. Zu Beginn stehen bis zu vier probatorische Sitzungen zum Kennenlernen und zur gemeinsamen Planung der Behandlung. Je nach Bedarf kann die Therapie als Kurzzeittherapie (12 bis 24 Sitzungen) oder als Langzeittherapie (60 bis 80 Sitzungen) durchgeführt werden.

Der therapeutische Prozess verläuft dabei in mehreren Schritten:

1. Kennenlernen & Ziele klären
Zu Beginn besprechen wir ausführlich, was Sie belastet, wie sich Ihre Schwierigkeiten im Alltag zeigen und welche Ziele Sie erreichen möchten.

2. Zusammenhänge verstehen
Gemeinsam schauen wir auf die Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten.
So entsteht ein individuelles Verständnis dafür, wodurch Probleme entstehen, was sie aufrechterhält und wo Veränderungen möglich sind.

3. Neue Strategien entwickeln und erproben
Die nächsten Schritte planen wir gemeinsam und orientieren uns dabei an Ihren Zielen. Je nach Anliegen arbeiten wir zum Beispiel daran,

  • hilfreiche Gedanken zu entwickeln
  • besser mit Gefühlen umzugehen
  • schwierige Situationen schrittweise wieder anzugehen
  • Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken zu erlernen
  • konkrete Veränderungen im Alltag zu planen und umzusetzen
  • Selbstwert und Selbstfürsorge zu stärken

4. Alltagstransfer
Zwischen den Sitzungen können kleine Übungen für den Alltag sinnvoll sein. Dadurch lassen sich neue Strategien festigen und schneller in den Alltag übertragen.

Systemische Therapie

Die Systemische Therapie ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, das Menschen im Zusammenhang mit ihren Beziehungen und Lebensumfeldern (Systemen) betrachtet – zum Beispiel Familie, Partnerschaft, Freundeskreis oder Arbeit.

Gemeinsam schauen wir auf Kommunikationsmuster und Perspektiven und entwickeln neue Lösungen, die sich positiv auf das gesamte System auswirken können.

Systemische Therapie eignet sich für Einzelpersonen, Paare, Familien oder auch Gruppen.

Die Grundidee ist, dass unser Wohlbefinden eng mit unseren Beziehungen und Lebensumständen verbunden ist – zum Beispiel mit Familie, Partnerschaft, Freundschaften oder Arbeit. Deshalb werden in dieser Therapieform besonders Beziehungen, Kommunikation, Rollen und Lebenssituationen betrachtet. Veränderungen in diesen Bereichen können sich auch positiv auf das persönliche Erleben auswirken.

In der Systemischen Therapie wird gemeinsam nach neuen Blickwinkeln gesucht. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen wie:

  • Wie hängen Probleme mit Beziehungen oder Lebenssituationen zusammen?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Welche Stärken und Ressourcen sind bereits vorhanden?

Bei Bedarf können wichtige Bezugspersonen in die Therapie einbezogen werden – das ist jedoch kein Muss. Die Therapie ist häufig ressourcen- und lösungsorientiert und unterstützt dabei, neue Perspektiven zu entwickeln.

In der Regel findet eine Systemische Therapie einmal pro Woche statt und dauert 50 Minuten pro Sitzung. Zu Beginn stehen bis zu vier probatorische Sitzungen zum Kennenlernen und zur gemeinsamen Planung der Behandlung. Je nach Bedarf kann die Therapie als Kurzzeittherapie (12 bis 24 Sitzungen) oder als Langzeittherapie (36 bis 48 Sitzungen) durchgeführt werden.

Der therapeutische Prozess verläuft dabei in mehreren Schritten:

1. Kennenlernen & Ziele klären
Zu Beginn besprechen wir ausführlich, was Sie belastet und welche Veränderungen Sie sich wünschen.

2. Zusammenhänge verstehen
Gemeinsam betrachten wir Ihre Situation aus unterschiedlichen Perspektiven:
Welche Beziehungsmuster, Erwartungen oder Kommunikationsweisen spielen eine Rolle?
Welche Ressourcen sind bereits vorhanden? Bei Bedarf arbeiten wir mit Visualisierungen, beispielsweise zur Darstellung von Familien- oder Beziehungsstrukturen.

3. Neue Möglichkeiten entwickeln und erproben
Gemeinsam entwickeln wir passende Ansätze und Übungen. Ziel ist es, schrittweise neue Wege zu entdecken, die sich im Alltag gut ausprobieren lassen. Je nach Anliegen arbeiten wir zum Beispiel daran,

  • neue Formen der Kommunikation zu entwickeln
  • Perspektivwechsel zu ermöglichen
  • eigene Bedürfnisse klarer wahrzunehmen
  • Rollen und Erwartungen zu reflektieren
  • hilfreiche Ressourcen und Stärken zu nutzen

4. Veränderungen festigen
Gemeinsam beobachten wir, was hilfreich ist, und unterstützen Sie dabei, Veränderungen langfristig zu stabilisieren.