Psychotherapie

Psychotherapie kann ganz unterschiedlich aussehen und manchmal passen bestimmte Therapieformen besser zu einem als andere. Es gibt verschiedene Psychotherapieverfahren, die jeweils unterschiedliche Methoden anwenden. Die vier Hauptarten von Psychotherapie, die als Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung anerkannt sind, sind Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Tiefenpsychologisch fundierte Therapie und Analytische Therapie.

Aktuell befinden sich in unserer Praxis Therapeut*innen, die in Verhaltenstherapie und Systemischer Therapie ausgebildet sind.

Hier können Sie mehr über diese Therapieverfahren erfahren.

Verhaltenstherapie

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WAS IST VERHATENSTHERAPIE?

Die Verhaltenstherapie (oft kognitive Verhaltenstherapie, kurz KVT) ist eine Form der Psychotherapie, die hilft, belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen und Schritt für Schritt zu verändern. Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich sehr gut untersuchtes Verfahren und zeigt hohe Wirksamkeit für alle psychischen Störungen.

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DAS GRUNDPRINZIP

Die Verhaltenstherapie (oft kognitive Verhaltenstherapie, kurz KVT) ist eine Form der Psychotherapie, die hilft, belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen und Schritt für Schritt zu verändern. Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich sehr gut untersuchtes Verfahren und zeigt hohe Wirksamkeit für alle psychischen Störungen.

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WIE LÄUFT VERHALTENSTHERAPIE AB?

1. Kennenlernen & Ziele
Zu Beginn besprechen wir, was Sie belastet, wie sich Ihre Probleme im Alltag zeigen und welche Ziele Sie erreichen möchten.

2. Verstehen, wie das Problem entsteht
Gemeinsam schauen wir auf die Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten. Durch die Aufstellung individueller Modelle können wir erkennen, was das Problem aufrechterhält und wo Veränderungen möglich sind.

3. Neue Strategien entwickeln und üben
Zum Beispiel:
  • hilfreiche Gedanken,
  • besser mit Gefühlen umgehen,
  • schrittweise schwierige Situationen wieder angehen,
  • Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken
  • Planen von konkreten Veränderungen im Alltag
  • Stärkung von Selbstwert und Selbstfürsorge
Alle Schritte werden gemeinsam abgestimmt – Sie entscheiden, was für Sie passt.

4. Alltagstransfer
Zwischen den Sitzungen werden Ihnen kleine Übungen als “Hausaufgaben” für den Alltag mitgegeben. Dadurch können sich die gelernten Strategien besser festigen und schneller Fortschritte erzielt werden.

Systemische Therapie

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WAS IST SYSTEMISCHE THERAPIE?

Die Systemische Therapie ist eine anerkannte Form der Psychotherapie, die davon ausgeht, dass wir Menschen immer Teil von Beziehungen und Lebensumfeldern (Systemen) sind – z. B. Familie, Partnerschaft, Freundeskreis, Arbeit. Probleme entstehen oft nicht „in einer Person“, sondern im Zusammenspiel mit anderen oder durch schwierige Situationen.

Die therapeutischen Ansätze der Systemischen Therapie fokussieren sich auf die Veränderung von Kommunikationsmustern und Sichtweisen, um lösungsorientierte Fortschritte im gesamten System anzustoßen.

Systemische Therapie eignet sich für Einzelpersonen, Paare, Familien oder auch Gruppen.

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DAS GRUNDPRINZIP

In der Systemischen Therapie gehen wir davon aus, dass ein Symptom (z. B. Angst, Depression) oft ein Versuch des „Systems“ ist, ein inneres Ungleichgewicht oder ungelöste Konflikte sichtbar zu machen. Die Therapie sucht nicht nach der Schuld bei Einzelnen, sondern nach den Beziehungsmustern und Kommunikationsformen, die das Problem aufrechterhalten.

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WIE LÄUFT SYSTEMISCHE THERAPIE AB?

1. Kennenlernen & Ziele
Zu Beginn klären wir gemeinsam, was Sie belastet und welche Veränderungen Sie sich wünschen.

2. Verstehen von Zusammenhängen
Wir betrachten Ihre Situation aus verschiedenen Perspektiven:
Welche Erwartungen, Muster oder Kommunikationswege spielen eine Rolle?
Welche Ressourcen sind bereits vorhanden?

3. Neue Möglichkeiten ausprobieren
Gemeinsam entwickeln wir konkrete Ansätze und Übungen, zum Beispiel:

  • anders kommunizieren, um Konflikte zu entschärfen
  • Perspektivwechsel
  • Visualisierungen (z. B. Familienstrukturen)
  • eigene Bedürfnisse klarer wahrnehmen
  • Rollen und Erwartungen besprechen
  • hilfreiche Ressourcen und Stärken nutzen

Ziel ist, schrittweise neue Wege zu entdecken, die sich im Alltag gut ausprobieren lassen.

4. Veränderungen festigen
Gemeinsam beobachten wir, was funktioniert, und unterstützen Sie dabei, hilfreiche Veränderungen langfristig zu verankern.